Manuelle Lymphdrainage

Parallel zu unserem Blutgefäßsystem gibt es im Körper ein weiteres Leitungssystem – das Lymphgefäßsystem. Dieses ist ein komplexes Netz aus feinen Gefäßen, die in den Geweben entspringen, überschüssige Gewebsflüssigkeit aufnehmen und diese über größere Lymphgefäße abtransportieren.

Eine Lymphdrainage kommt zur Anwendung, wenn eine vermehrte Flüssigkeitsansammlung oder anhaltende Schwellung (=Ödem) – beispielsweise nach einer Verletzung oder Operation – besteht. Zudem wirkt die Lymphdrainage schmerzlindernd und entspannend auf das vegetative Nervensystem.

Durch Ruhen nach der Therapie, zusätzliche Bandagierung oder Medical Taping kann der Effekt der Lymphdrainage gesteigert werden.

Die Lymphdrainage ist sehr angenehm für den Patienten/die Patientin und besteht aus sanften und oberflächlichen sowie langsam ausgeführten Griffen. Durch Verziehen der Haut kommt es zu einer reflektorischen Steigerung der Pumpfrequenz bis auf das Zehnfache. Die Therapie beginnt immer beim Hals, wo die Lymphe in das Venensystem mündet. Anschließend wird die betroffene Körperregion bearbeitet, wobei alternativ auf andere Körperstellen ausgewichen werden kann.

Lymphdrainage wird von speziell ausgebildeten PhysiotherapeutInnen durchgeführt und ermöglicht einen rascheren Therapieerfolg.